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Geburt und Kindheit

 
 
 
 
 



Shrees Eltern – hochverwirklichte Yogis

Shree wurde 1918 in eine sehr vermögende Familie in Kharagpur (Westbengalen, Indien) geboren. Er erhielt den Namen Gajanan. Seine Eltern, Laxman und Sonamata Rajimwale gehörten der Brahmanenkaste an. Obwohl sie in großem Wohlstand hätten leben können, hatten sie keinerlei weltliche Interessen.

Laxman Rajimwale (1892-1954) war ein Nada-Brahma-Yogi, der viele Stunden des Tages in tiefer Meditation verbrachte. Später legte er das Mönchsgelübde ab und erhielt den Namen Swami Shivananda.

Sonamata (1899-1924) hatte als Kind eine christliche Schule besucht und war beseelt vom Dienst am Nächsten. Täglich suchte sie in den Slums die Ärmsten der Armen auf, um ihnen zu helfen.

Unter vielen Vorzeichen - Shrees Geburt

Bevor ein göttliches Wesen, ein Avatar, zur Welt kommt, wird dies üblicherweise angekündigt. So war es auch bei Shree. 1914, vier Jahre vor seiner Geburt, erfuhr Sonamata von einem großen Yogi, dass sie dem „Licht des Universums“ das Leben schenken werde.

Die Vorzeichen zu Shrees Geburt waren nahezu gleich mit denen zu Siddhartha Gautamas (Buddhas) Geburt: Beide Mütter erhielten davor 14 besondere, fast identische Träume und Visionen. Nach der Geburt waren an Shrees Körper mehr als 14 Zeichen zu erkennen, die darauf hinwiesen, dass es sich bei dem Kind um ein göttliches Wesen handelte. Eines dieser Zeichen war, dass der Nagel des rechten großen Zehens rot war – das gleiche Geburtszeichen hatte auch Buddha.

Als ein Astrologe Shrees Horoskop erstellte, zeigte dies eine ähnliche Konstellation auf wie bei Buddha. Es hieß, dass er entweder ein großer König oder ein großer Heiliger sein werde.

Erste Verehrung von Shree

Shree war erst 6 Jahre alt, als er zum ersten Mal verehrt wurde. Es war der Maharaja (Herrscher) Kisanprasad von Hyderabad, der am 27.8.1924 Padya Puja (eine Verehrungszeremonie) vor Shree durchführte. Shree erzählte dies dem Meister seiner Mutter, Shri Upashni Maharaj, der darauf erwiderte: „Nicht nur ein Herrscher, sondern alle Herrscher werden dich verehren. Er ist ein Herrscher und du bist auch ein Herrscher.“ Shri Upashni sagte Shree einige Zeit später seine zukünftige Größe als Sadguru voraus.

Abschied von seiner Mutter

1921 wurde Shrees Schwester Kamalbai geboren. Ein Jahr später begann Shrees Mutter Sonamata mit dem ununterbrochenen Rezitieren des Hare-Ram-Mantras, um den Weg zur Wiederbelebung der Veden vorzubereiten.

1924 fühlte Sonamata ihr Lebensende nahen und segnete Shree mit den Worten: „Du wirst sein wie Dhruva“ (der Polarstern). Damit drückte sie u. a. aus, dass Shree einen ewigen, unverrückbaren Platz einnimmt und ein Wegweiser für Suchende und Verirrte sein wird. Kurz darauf verließ Sonamata mit nur 25 Jahren die Erde.

Eine Kindheit angefüllt mit spirituellen Übungen

1925 führte der Meister seiner Mutter, Shri Upashni Maharaj, bei Shree die Schnurzeremonie (eine Initiation für junge Brahmanen) durch. Von da an kleidete sich Shree sehr einfach, er trug nur noch ein Tuch um die Hüften (Dhoti) und oft ein Tuch am Oberkörper. Später legte er auch noch seine schlichten Holzsandalen ab.

Ab 1926 lebte Shree bei seinem Onkel Gangadhar Maharaj und dessen Frau Umabai im Guru Mandir in Akkalkot. Gangadhar war Oberhaupt des Guru Mandirs, eines Tempels mit angrenzendem Wohnbereich.

In Akkalkot besuchte Shree ab 1926 die Shahaji High School und fiel dort als guter und fleißiger Schüler auf. Es war ihm allerdings wichtig, stets separat zu sitzen, unberührt von anderen. 1937 beendete er seine Schulausbildung.

In der höchst religiösen Umgebung des Guru Mandirs, begleitet und unterrichtet von spirituellen Meistern, erweiterte Shree seine intensiven geistigen Übungen, die er bereits im Alter von 7 Jahren begonnen hatte. Dabei hielt er sich an die Vorschriften der Veden. So achtete er auf große Reinheit, lernte und rezitierte Sanskritverse, hielt Schweigen ein, meditierte usw. Ohne Unterlass lenkte er sein Bewusstsein zum Göttlichen hin.

Am 11.3.1938 übergab Gangadhar Maharaj seine Amtstracht an Shree und erwählte ihn mit nicht einmal 20 Jahren zum Nachfolger des Guru Mandirs. Dabei nannte er ihn:

„Sadguru Gajanan Maharaj“