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Fünffacher Pfad

Yagna (Agnihotra)
Yagna (Agnihotra)
 

Der Fünffache Pfad in Sanskrit
Umwandlung - Veredelung

Der Fünffache Pfad

 


Nach Shrees Versprechen, die Veden wiederzubeleben, wurden ihm fünf Richtlinien offenbart, mit denen sein Eid in Erfüllung gehen sollte. Diese Richtlinien sind mit Ausnahme von Yagnas im Kern jeder Religion enthalten. So kann man den Fünffachen Pfad als Grundlage aller Religionen und zugleich als verbindendes Glied ansehen.

Mit dem Fünffachen Pfad wurden Grundprinzipien für ein harmonisches, gottverbundenes Leben gegeben: Yagna, Daan, Tapa, Karma und Swadhyaya. Wenn es sich auch nur um fünf Begriffe handelt, so sind diese doch sehr inhaltsreich. Es sind Hilfen für ein glückliches Miteinander auf Erden.

 

1. Yagna (Sanskrit: yajña, Feuertechniken)

Reinigung der Atmosphäre im sichtbaren wie im unsichtbaren Bereich mithilfe von Feuer

Um zu leben, brauchen die Lebewesen auf der Erde Luft, Wasser und Nahrung. All dies ist zurzeit oft verschmutzt, was eine Ursache für viele Krankheiten ist.

In den Veden ist nicht nur das Gebot der Reinhaltung unserer Lebensgrundlagen verankert, sondern auch, wie eine zusätzliche Reinigung möglich ist. Sie betrifft in erster Linie unsere Atmosphäre, womit ebenfalls deren feinstofflicher Aspekt gemeint ist, welcher Einfluss auf unser Gemüt hat.


Diese Reinigung ist mithilfe von Feuer möglich. Feuertechniken waren einst über den gesamten Globus verteilt. Deren korrekte Durchführung war jedoch nicht mehr gegeben, weshalb sie abgeschafft wurden oder in Vergessenheit gerieten.

Shree sorgte dafür, dass die reinen, ursprünglichen Feuertechniken (Yagna, Homa) wieder eingeführt wurden. Deren Wirkungsweise gründet auf dem Gesetz der Resonanz:

Heile die Atmosphäre und die Atmosphäre heilt dich.

Das grundlegende Yagna ist Agnihotra; es wird zu Sonnenauf- und Sonnenuntergang durchgeführt. Yagnas sind ein einziger Segen für uns und unsere Umwelt.

 

2. Daan (Sanskrit: „dāna“, rechtes Schenken)

Teilen von materiellen Gütern mit anderen Menschen in der inneren Haltung der Demut

Die Verhaftung an Materielles und die Anhäufung von Besitz lassen uns manchmal vergessen, dass jede Materie nur eine Leihgabe auf Zeit ist. Um uns daran zu erinnern, gibt es ein einfaches Mittel: das Teilen mit anderen! Für ein rechtes Geben sollte man die Haltung vertreten, dass der Empfänger der Größere ist, weil er unsere Gabe annimmt. Am besten schenkt man im Verborgenen, ohne Dank oder Gegenleistung dafür zu erwarten, und gerne auch ohne Anlass. Das „Almosen-Geben“ ist in nahezu allen Religionen verankert.



Durch das Praktizieren von Daan wird ein geistiges Prinzip beachtet: Geben und Nehmen kommen ins Gleichgewicht! Ein spielerischer, von Freude erfüllter Umgang mit der Materie wird möglich und es kann der Armut entgegengewirkt werden. Wenn Daan richtig praktiziert wird, macht es innerlich von materiellen Dingen frei und unabhängig.

 

3. Tapa (geistige Disziplinen)

Oberbegriff für geistige Übungen und Disziplinen, mit denen Gemüt und Verstand trainiert werden, um auf alle Begebenheiten des Lebens mit Liebe zu reagieren.

Mit Tapa werden Übungen bezeichnet, die es uns erleichtern, unser Ziel zu erreichen. Dazu ist es notwendig, Willen und Gemüt zu stärken. Das Durchbrechen festgefahrener Gewohnheiten oder ein zeitweiliger Verzicht auf Genussmittel kann dazu sinnvoll sein. Was zunächst schwerfällt, sorgt später für innere Stärke. Je freier wir von seelischen und körperlichen Umständen sind, desto wohler fühlen wir uns und umso einfacher wird die Hinwendung zu Gott.

Zu Tapa-Übungen zählen auch geistige Disziplinen, wie Versenkung in die Stille und Meditation, Gebet und Rezitieren von Mantras. Durch Tapa können wir unsere Schwächen in Stärken verwandeln und unser Gemüt zunächst kontrollieren, später jedoch in einen Zustand versetzen, in dem ein ständiges Glücklichsein möglich ist.



 

4. Karma (rechtes Handeln)

Karma, ein Begriff für das kosmische Gesetz von Ursache und Wirkung:

„Du erntest, was du säst.“

Es beinhaltet, dass jeder Gedanke, jedes Gefühl und jedes Handeln eine entsprechende Reaktion nach sich zieht und wir unser Schicksal selbst formen. Alles in Demut und mit Liebe für Gott zu tun und nicht an den Ergebnissen zu hängen, kann von den negativen Wirkungen unseres Handelns befreien.

 

5. Swadhyaya (Selbststudium)

Studium des Selbst: Wer bin ich? Streben nach der Erkenntnis der wahren, göttlichen Natur des Menschen

Durch Selbststudium ist ein ehrliches und aufrichtiges Leben möglich. Weniger gute Eigenschaften können erkannt und geändert werden. Das Studium heiliger Schriften und Übungen der Stille helfen, die Wahrheit besser zu erkennen. Um Swadhyaya zu praktizieren, kann ein geistiger Lehrer eine große Hilfe sein.

Erkenntnis und tiefstes Wissen liegen jenseits von Worten und können nur erfahren werden.

Shree: „Das Verständnis und die Befolgung des Fünffachen Pfades führen
zu einer Veredelung aller geschaffenen Wesen und zur Harmonie.“